Mittlerweile ist die Bravo die größte Zeitschrift für Jugendliche in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Als sie 1956 das erste Mal erschien, nannte sie sich noch „Zeitschrift für Film und Fernsehen“. Das Titelblatt war damals mit dem Portrait von Marilyn Monroe geschmückt.
Urheber und Erfinder waren zwei Herren aus der Branche, die sich auskannten. Peter Boenisch und Helmut Kindler. Als die Bravo Zeitschrift ihre erste Ausgabe an den Kiosken anbot, war sie für 50 Pfennig zu haben. Immer mehr wandte sich der Inhalt an die jüngere Generation, das ließ auch der Titel der Zeitschrift erahnen: „Bravo – Zeitschrift für Film und Fernsehen“. Die Erstauflage war damals mit 30.000 Exemplaren begrenzt und die Nachfrage steigerte die Auflage bald auf über 500.000 Exemplare im Jahre 1959. Schon 1979 konnte die Zeitschrift eine Auflage von über 1.800.000 Exemplaren für sich verbuchen. Heute wird noch mit einer durchschnittlichen Auflage von ca. 490.000 Exemplaren gedruckt.
Die Bravo ist eine Zeitschrift, die sich immer an den Themen, Interessen und Problemen der Jugendlichen orientiert hat. Sie hat damit auch immer den Nerv der heranwachsenden Generation getroffen, vor allem durch die Vielfalt an Informationen. So gibt es immer die neuesten Klatsch- und Tratschgeschichten aus der Musikszene und der Fernsehwelt. Aber die Zeitschrift hat auch eine beratende Aufgabe. Themen, wie Beziehungsprobleme und auch Sexualberatung finden hier ihren Platz und ihre Leserschaft. Dr. Sommer ist wohl die bekannteste Figur, die sich den Problemen der Jugendlichen annahm. Die Figur, die sich hinter Dr. Sommer verbarg, wechselte zwar, blieb aber immer gleich beliebt.
Es gibt Foto-Geschichten, die in jeder neuen Ausgabe ihre Fortsetzung finden, es gibt Poster, Puzzles und Sticker von Stars, die der Zeitschrift zusätzlich ihren Reiz verleihen.
Mit der Bravo Zeitschrift sind viele Generationen aufgewachsen, allerdings war sie nur im westlichen Teil Deutschlands erhältlich, in der damaligen DDR war sie verboten. Das Magazin befasste und befasst sich auch heute noch mit Tabu-Themen und war für viele Jugendliche in den 70er und 80er Jahren die Quelle der sexuellen Aufklärung.
Die Bravo Zeitschrift ist ein wichtiger Werbeträger, vor allem für die Musikindustrie. Hier ist auch die Plattform für junge, unbekannte Künstler. Mittlerweile – seit 1993 – gibt es auch eine Sendung im Fernsehen, die Bravo TV, sie läuft wöchentlich und hat auch wöchentlich ihre guten Einschaltquoten.