Die Geburt eines Kindes ist ein wichtiges Ereignis für die Familie. Alles wird vorbereitet, damit das Baby alles bekommt, was es benötigt. Babykleidung, Kindermöbel oder Spielsachen werden von den Eltern und Anverwandten gekauft. Man freut sich auf das Kind und plant seine Zukunft. Einer der wichtigsten Schritte hierbei ist etwas, das das Kind sein komplettes Leben lang begleiten wird: die Namensgebung. Meist beginnen die Überlegungen bereits ab dem Zeitpunkt, in dem die zukünftigen Eltern von ihrem Babyglück erfahren. Es werden Namenslisten im Internet gesucht, Bücher gewälzt oder Namen in die engere Auswahl gezogen, die einem etwas bedeuten. Bei der Wahl des Namens für das Baby gibt es jedoch auch einiges zu beachten. So spielt zum Beispiel die Länge des Kindernamens eine Rolle. Doppelnamen wie Maria-Magdalena oder Kai-Sebastian gefallen zwar den Eltern und mögen auch einen schönen Klang haben, allerdings sind sie sowohl für das Ausfüllen von Formularen als auch dem Schreiben lernen unvorteilhaft für die Kinder. Kommen dabei auch noch ein langer Nachname oder gar ein Doppelname ins Spiel, wird es für den Sprössling später schwierig, seinen Namen in die doch recht knapp gehaltenen Platzvorgaben sämtlicher Druckvorlagen und Formulare einzutragen.
Neben der Länge ist auch der Name an sich entscheidend, besser gesagt seine Aussprache. Namen aus anderen Sprachen als der deutschen sind wirklich klangvoll und etwas Besonderes. Jedoch wird es für ihr Kind immer schwierig sein, wenn es von seinen Mitschülern, Lehrern oder später auch den Kommilitonen ständig falsch ausgesprochen wird bei der ersten Nennung des Namens. Besonders anspruchsvoll sind hierbei die französische Sprache und ihre Namen. Für die Kinder im Kindergarten ist es einfacher, einen Paul auszusprechen, als einen Jean-François. Falls die Eltern aber wirklich einen französischen Namen für ihr Kind wünschen, gibt es die Möglichkeit, die Schreibweise zu vereinfachen, sodass jeder gleich weiß, wie das Kind ausgesprochen wird. Aus einer Madeleine wird so eine Madlen und aus einem Louis ein Luis.
Des Weiteren ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor bei der Suche nach einem Baby Namen. Zwar mögen der aktuelle Lieblingsspieler oder der momentane Lieblingssong zum Zeitpunkt der Entscheidung eine gute Wahl sein. Arne-Friedrich und Billie Jean jedoch könnten sowohl den Kindern als auch den Eltern irgendwann unangenehm werden. Kurzzeitige Trends sollten nicht unbedingt einen Einfluss auf den Namen des Kindes haben. Auch von Namen, die mit einem geschichtlichen Negativbeispiel behaftet sind, sollte Abstand genommen werden. Adolf oder Judas werden vermutlich immer auf ihren Namen hin charakterisiert und später Probleme damit bekommen. Anders sieht es mit Namen aus der eigenen Familie aus. Großvater oder Urgroßmutter spielen immer eine Rolle im Leben der Eltern und des Kindes und sind daher gute Namenspaten für das Kleine.